Kapitalanlagen-Krise

Wir in den Medien

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DAS INVESTMENT: Anleger von Nachrangdarlehen wehren sich gegen Rückforderung

Weiterer Schock für Anleger, die auf das Transfergeschäft mit jungen Sporttalenten setzten: Nach der Insolvenz der Hanseatische Fußball Kontor Invest sollen sie nun Gelder zurückzahlen, die sie bereits erhalten haben. Wie sie sich dagegen schützen können, erklärt Rechtsanwalt Sascha Borowski.

Hanseatische Fußball Kontor GmbH – Sascha Borowswki in der Kapital-Markt-neu

Die Hanseatische Fußball Kontor GmbH warb mit Anlegergelder in Form von Fonds, Genussrechten und Nachrangdarlehen. Im Jahr 2016 erfolgte dann der Abpfiff durch die Insolvenz (vgl. ‘k-mi’ 34/16). Anleger der Unternehmensgruppe werden nun vom Insolvenzverwalter RA Marc Odebrecht, Kanzlei Görg, zur Kasse gebeten. Betroffen sind insbesondere Zeichner von Nachrangdarlehen, die vor der Insolvenzantragstellung Zahlungen von der Hanseatischen Fußball Kontor Invest GmbH erhalten haben. Die Argumentation des Insolvenzverwalters überzeugt allerdings nicht, so RA Sascha Borowski von der Kanzlei Buchalik Brömmekamp/Düsseldorf: “Es ist schon fraglich, ob die hier verwendete Nachrangklausel wirksam ist und zudem auch wirksam einbezogen wurde. Des weiteren hat der Insolvenzverwalter bislang nicht plausibel dargelegt, weshalb er von einer Insolvenzreife seit dem 01.04.2014 ausgeht.” Auch die Höhe der Forderung wird von RA Borowski angezweifelt und empfiehlt daher: “Anleger solcher Anfechtungsschreiben sollten nicht vorschnell den Betrag zahlen, sondern prüfen lassen, inwieweit eine Verteidigung gegen die Inanspruchnahme besteht. Bis zum heutigen Zeitpunkt steht – aus Sicht der Anleger – nicht fest, ab wann von einer Insolvenzreife auszugehen ist. Die Behauptung des Insolvenzverwalters reicht insoweit nicht aus, was zahlreiche andere Verfahren in der Vergangenheit gezeigt haben.” Darüber hinaus stelle sich in jedem Einzelfall die Frage, ob über die bestehenden Widerrufsrechte ausreichend informiert wurde, so dass auch jetzt noch ein solcher Widerruf ggf. möglich wäre, der geeignet wäre den Nachrang zu beseitigen. Ergänzend weist RA Borowski darauf hin: “Anleger sollten zudem überprüfen lassen, ob der Fall der Entreicherung vorliegt.

Golfino AG: Kanzlei Buchalik Brömmekamp beantragt die Verlegung der Gläubigerversammlung 

Im “AnleihenFinder”, der Plattform für Anleihen im Mittelstand wurde unsere Mitteilung über die Verlegung der GOLFINO Gläubigerversammlung veröffentlicht.
Sascha Borowski

Golfino: Terminverlegung der Anleihegläubigerversammlung

Das Insolvenzgericht cancelt Termin für die anstehende Gläubigerversammlung: Wie die Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Golfino AG unlängst mitteilte, habe das Amtsgericht Reinbek die zuvor auf den 24.03.2020 angesetzte Gläubigerversammlung vor dem Hintergrund der aktuellen Coronavirus-Krise nunmehr auf den 28.04.2020 verschoben.
Sascha Borowski

Existenz-Magazin: P&R Insolvenz – Erfolgsmeldungen mit bitterem Beigeschmack

Das Vorgehen der P&R-Insovenzverwalter rief nachvollziehbare Unsicherheiten und Unmut bei den Investoren hervor. Und nicht das erste Mal wird deutlich, dass die Informationen des Insolvenzverwalters fast nur von Fachkundigen zu durchschauen sind: Die Nichterfüllung des Vertrages, das Abringen von Aus- und Absonderungsrechten, die Höhe der Forderungswerte, die Jaffé selbst als nicht gesichert bezeichnet, sowie die Ankündigung, nur in einem besonderen Fall keine Anfechtungsklagen zu erheben. Die Liste ist lang und der normale Anleger dürfte damit überfordert sein, obwohl der Verwalter mantraartig erklärt, eine anwaltliche Beratung wäre nicht von Nöten.
Sascha Borowski

BondGuide – Special „Anleihen 2018“ – Der gemeinsame Vertreter Eine Haftungsfalle für Insolvenzverwalter?

Das Schuldverschreibungsgesetz (kurz: „SchVG“) ermöglicht seit über 100 Jahren die Einsetzung eines gemeinsamen Vertreters. Er soll die Interessen der Anleihegläubiger gegenüber der Emittentin wahrnehmen. Im Rahmen der Restrukturierung und Sanierung eines Unternehmens kann die Einsetzung  eines solchen Vertreters unverzichtbar sein. Dies gilt im Beson deren bei börsennotierten Anleihen. Dem emittierenden Unternehmen und damit auch dem Restrukturierer sind die einzelnen Gläubiger der notierten Schuldverschreibungen nicht bekannt, was eine Verhandlung über die Rückzahlung der Anleihe, die Aussetzung von Zinszahlungen etc. mit  dieser Gläubigergruppe oft unmöglich macht. Die Einsetzung eines gemeinsamen Vertreters, der die Anleihegläubiger repräsen tiert, ändert dieses oft anzutreffende Fiasko. Der gemein same Vertreter ist sowohl für die Emittentin als auch für die Anleihegläubiger die Mittels-/Kontaktperson.
Sascha Borowski

Börsenzeitung: Die letzte Reise der P&R-Container und die Folgen für die Anleger

Über 40 Jahre bot die in Grünwald ansässige P&R-Unternehmensgruppe sogenannte Direktinvestments in Containern an. Über Generationen hinweg investierten ganze Familien zum Zwecke der Altersvorsorge sowie Unternehmen in die Produkte dieses Anbieters; so auch Mandanten der Kanzlei Buchalik Brömmekamp. Insgesamt sollen über die anbietenden vier Gesellschaften in Deutschland rund 3,5 Mrd. Euro von wenigstens 54 000 Anlegern eingeworben worden sein. Nachdem im März 2018 Insolvenzanträge für die in Deutschland ansässigen Gesellschaften gestellt worden waren, teilten die Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé und Dr. Philip Heinke schon vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 24. Juli 2018 mit, dass nur rund ein Drittel (618 000) der an die Investoren verkauften 1,6 Millionen Container vorhanden sei.
Sascha Borowski

dasinvestment.com: P&R-Anleger müssen jetzt ihre Forderungen anmelden

Das Amtsgericht München hat das Insolvenzverfahren für die vier P&R-Vertriebsgesellschaften eröffnet. Die rund 54.000 betroffenen Anleger müssen ihre Forderungen bis zum 14. September bei den zuständigen Insolvenzverwaltern anmelden. Die P&R-Anleger werden in der Insolvenz wohl erhebliche Verluste erleiden. Anleger sollten alle Daten der Forderungsanmeldung prüfen (lassen).
Sascha Borowski

Existenzmagazin: Zurückhaltende Informationspolitik

Die spektakuläre Insolvenz des Containervermittlers P&R erhitzt weiter die Gemüter. Im größten Kapitalanlegerskandal der deutschen Geschichte stehen 3,5 Milliarden Euro von 54.000 Anlegern im Feuer. Abertausende Anleger fragen sich verzweifelt, ob sie ihre Einlagen jemals wiedersehen werden und was sie jetzt am besten tun sollen. Buchalik Brömmekamp hat im Rahmen des Insolvenzverfahrens insbesondere die zurückhaltende Informationspolitik der Verwalter kritisiert.

Fondsdisount: Tausende Anleger betroffen – Insolvenzverfahren des Containervermieters P&R eröffnet

Insolvenzverwalter Jaffé kündigte an, dass er die Anleger anschreiben und diese zur Anmeldung ihrer Insolvenzforderung auffordern wird. Dazu würde er ein vorausgefülltes Formular versenden, den die Anleger nur unterschreiben und zurücksenden müssten. „Auch wenn dieses Anmeldeverfahren sehr anlegerfreundlich klingt, sollten Anleger alle Daten der Anmeldung prüfen lassen. Sind die Summen verkehrt oder wird bei einer falschen Gesellschaft die Forderung angemeldet, könnte das zum Totalverlust führen“, erklärt Sascha Borowski, Fachanwalt für Bank und Kapitalmarktrecht bei der Wirtschaftskanzlei Buchalik Brömmekamp.

investementcheck.de: Anfechtungen: “Jeder Fall ist einzeln zu beurteilen”

Im Fall von EN Storage leitet der Insolvenzverwalter gerade Musterklagen ein, die bei entsprechendem Ausgang tausenden Anlegern drohen. Rechtsanwalt Sascha Borowski von der Kanzlei Buchalik Brömmekamp beantwortet dazu ein paar Fragen.

investmentcheck.de: Anfechtungen in Millionenhöhe

Im Mai 2017 wurde unter dem Aktenzeichen 6 IN 190/17 des Amtsgerichts Stuttgart das Insolvenzverfahren über die EN Storage GmbH eröffnet. Diese Firma hatte Kapitalanlagen angeboten, die zum Kauf von Daten-Speicher-Systemen verwendet werden sollten. Man würde „sinnvoll in die Wirtschaft“ investieren. Alles sei „lukrativ – planbar – erfolgreich“. 8,43 Prozent Rendite bei einer Laufzeit von drei Jahren lautete eines der Versprechen, mit dem über 80 Millionen Euro eingesammelt wurden. Doch wer dem glaubte, der hat nun nicht nur sein Geld verloren. Der Insolvenzverwalter fordert von Anlegern erhaltene Zahlungen in den vier Jahren vor Insolvenzeröffnung zurück.